Monthly Archive for May, 2006

Der Storch

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Dieser Storch war heute vor meinem Heim am Wurmen. Der nette Bauer mit dem Traktor, der meine Sonntagmorgenlaune mit viel Laerm nicht stoeren konnte, pfluegte das Feld um und die armen Wuermer (und Maeuse?) fielen dem Storch zum Opfer, der mit erstaunlicher Ruhe keine Probleme mit dem lauten Traktorlaerm hatte, der unmittelbar neben ihm hin- und herfuhr…
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Reiserodeo

Vergangene Woche war ich vom Dienstag bis am Freitag geschaeftlich in der Umgebung Hannover. Die Reise dorthin und zurueck war ein wahrhaftiges Rodeo!

Angefangen hats mit der guten SBB. Continue reading ‘Reiserodeo’

Esst Kebap! oder die Schande von Basel…

Fatih Terrim, der wortgewandte Tuerkentrainer, hatte also doch Recht: Wir Schweizer sind alles Randalierer, Provokateure und Poebler oder haben zumindest die Gene dazu. Anders kann ich mir diese irren Bilder vom Samstag Abend in Basel nicht erklaeren. Wie haben wir bei der Schande von Istanbul alle mit den Fingern in die Tuerkei gezeigt? Es soll sogar Leute geben, die seither Kebapbuden schmaehen.

Wie kann es sein, dass nach einem grossartigen Fussballspiel, das in letzter Sekunde die Meisterschaft zu Gunsten des Aussenseiters endete, so enden kann? Wie koennen Menschen (und es spielt keine Rolle ob Tuerk, Zuercher oder Basler) so den Respekt vor dem Mitmenschen verlieren und einen Fussballplatz stuermen und auf alles nicht rotblaue losgehen? Ich habe darauf keine Antwort. Man kann ja sicherlich enttaeuscht sein und auch Emotionen zeigen. Man kann weinen, heulen und von mir aus den Kopf in den Sand stecken. Aber Gewalt anwenden? Aber bitte.

Kopfschuetteln musste ich vor allem ueber die wiederholt blinden und ignoranten Aussagen der Basler Verantwortlichen. Wie kann man bloss so arrogant sein und annehmen, dass die eigenen Fans einfach lieb in ihrer Ecke bleiben wuerden? Dass die Basler Securities bei jedem Anzeichen von Problemen ueberfordert sind, ist nichts neues. Diesen Eindruck hatte ich schon beim Spiel FCB – YB, als die Basler Stewarts mehrmals nicht wussten, was sie mit den eigentlich harmlosen YB Fans anfangen sollen. Ich habe mir damals geschworen, nicht mehr so schnell ins Joggeli an ein Fussballspiel zu gehen.

Heute bin ich stattdessen endlich wiedermal aus UEberzeugung einen Kebap essen gegangen. Seit dem Tuerkeispiel hatte auch ich immer ein mulmiges Gefuehl beim Kebapessen und wusste nicht ob der Kebapverkaeufer nicht auch ein Farbkesselschmeisser in Istanbul haette sein koennen. Heute laechelte ich beim bestellen, die Verkaeuferin ebenso.

Alligator toetet Joggerin

Gute Guete…

Tragischer Unfall in Florida

Im US-Gliedstaat Florida hat ein Alligator eine 28-jaehrige Joggerin getoetet und danach in einen Kanal gezogen. Taucher und Feuerwehrmaenner der Kleinstadt Sunrise zogen die Leiche aus dem Wasser. Hungrige Alligatoren koennen sehr aggressiv sein und auf Futtersuche angriffig werden.

(sda/dpa) Der Alligator, der vermutlich ueber drei Meter lang ist, hatte die Frau an Land angegriffen. Er trennte ihr beide Arme ab und biss sie ins rechte Bein und in den Ruecken, wie die Polizei den Vorfall rekonstruiert hat. Dann zog sie ins Wasser.

Die Frau sei sehr vermutlich schnell am Blutverlust und dem Schock gestorben, zitiert die Tageszeitung «Miami Herald» einen Arzt. Nach dem tragischen Ungluecksfall haben die Behoerden in Florida erneut davor gewarnt, Alligatoren zu fuettern. Die Tiere wuerden dann Menschen mit Futter gleichsetzen.
Bei Angriff moeglichst viel Laerm machen

Weil Alligatoren meistens in der Abenddaemmerung auf Beutejagd gingen, sollte dann man besonders vorsichtig sein. Wenn ein mehr als zwei Meter langer Alligator dennoch angreift, raet die «Florida Fish and Wildlife Commission», moeglichst viel Laerm zu machen. Der Alligator glaube dann, er habe ein zu grosses Tier angegriffen und ziehe sich zurueck.

(NZZ 13.5.2006)

Brandenburg bei uns?

Etwas komisches ist mir heute aufgefallen: In einer lokalen Imbissbude fielen mir ein paar Bauarbeiter mit “exotischem” Akzent auf. Ich tippte auf Österreicher. Als ich spaeter das Lokal verliess und ihren Transit sah, stand auf dem Nummernschild eine Garage in Brandenburg. Auch das Kennzeichen BRB bedeutet wohl dasselbe Land. Nun aber was zum Kukuck machen Bauerbeiter aus Brandenburg (jawoll das Bundesland mit Berlin in der Mitte) rund 1’000 Kilometer von ihrer Heimat?

Nun das Ganze gab mir schon zu gruebeln: Zwar ist es nicht erst seit der fragwuerdigen Gotthardtunnel Auftragsvergabe (Marti vs. Österreichische Baufirma) bekannt, das Schweizer Bauherren auslaendischen Firmen mit der Auftragsvergabe beauftragen. Doch in meiner Region? Was hat das ueberhaupt fuer Folgen?

Nun fuer die Bauherrschaft ist das natuerlich lukrativ: Die (ehemals ost-)deutschen Arbeiter kommen fuer ein paar Wochen oder Monate in die Schweiz. In ihrer Heimat sind sie oft arbeits- und mittellos. Die tuechtigsten und fleissigsten erklaeren sich bereit fuer einen – fuer ihre Verhaeltnisse – anstaendigen Lohn in die Schweiz zu kommen und zu arbeiten. Die Bauherren reiben sich die Haende: sie kommen zu guenstigen und oft auch zu schnellen und zuverlaessigen Arbeitern. Den Bauarbeitern ist es wohl egal, wo sie arbeiten und zu welchen Bedingungen. Hauptsache sie haben Arbeit. Sie arbeiten oft 6 Tage die Woche, arbeiten laenger und auch haerter als ihre Schweizer Konkurrenten. Eine Win-Win-Situation ist es. Fuer die Arbeiter und fuer die Bauherrschaft.

Die Schattenseite sind die Schweizer Arbeiter und auch die Schweizer (Volks)Wirtschaft. Umso mehr Auftraege an ehrliche Arbeiter aus Brandenburg gehen umso weniger Arbeit faellt fuer die einheimischen Betriebe an. Umso weniger die Schweizer Betriebe Arbeit haben, umso mehr Arbeitslose gibt es. Umso mehr Arbeitslose es gibt umso mehr Steuern bezahlt der Schweizer (unter anderem der Bauherr vom vorletzten Absatz). Fragwuerdig sind wohl oft auch die gesetzlichen Rahmenfristen, mit denen die Baufirmen zu kaempfen haben. Bezahlt der Brandenburger gleich viel AHV und SUVA wie der Schweizer?

Interessanterweise liest man in der momentanen Wirtschaftswachstumsphase kaum etwas von solchen Problemen. Ob diese Entwicklung jedoch langfristig gut ist, wage ich zumindest zu bezweifeln.

Selbstkritisch wie ich bin, habe ich insofern der Schweizer Wirtschaft selbst auch schon geschadet, als ich mein letztes Paar Ski ueber Ebay in Deutschland ersteigerte. Die Skis waren rund 300-400.– guenstiger als in der Schweiz. Muss ich mir deshalb ein schlechtes Gewissen machen? Darf ich schlecht ueber den Bauherren von oben berichten?

Mission Impossible III

Vertraegt ein Agentendasein eine Liebe? Respektive vertraegt eine Liebe einen Agenten? Um diese Frage dreht sich der Kinofilm der Woche.

Daneben gibts natuerlich allerhand Actionszenen, wie von den vorhergehenden MI Filmen selbstverstaendlich aus dem Leben gegriffen: Tom fliegt durch die Luft, durch den Vatikan, durch Shangai und durch die Welt, erstaunlicherweise wird ihm sogar ein Haar gekruemmt und kurz vor Schluss stirbt er sogar! Dass es natuerlich trotzdem ein Happyend gibt,versteht sich von selbst…

Um den Film in einem Satz unterzubringen: Es war der erwartete Hollywoodactionstreifen, Unterhalt pur halt. Und gut dazu!

kleine Bruegglikehr

Wetter- und Katerbedingt (siehe Aufstiegsfeier SHCB) gabs heute nur die kleine Bruegglikehr:

Untere Bruegglikurve (985 Meter) – ob. Brueggli (1159) auf Strasse. Brunch mit Kaese, Roesti, Spiegelei, Zopf und Muenzentee. Danach in Richtung Schauenburg und bei der Sattelwiese direkt runter zum unteren Brueggli. Rund 2’600 Meter und ca. 170 Hoehenmeter Steigung.

Spaeter gabs noch ein verschlafenes Formel Rennen und ein mueder TV Match.

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Wie bek(n)ackt ist denn eigentlich unsere Welt?

Da erschiesst mal eben ein Ehemann seine im dritten Monat schwangere Frau und Mutter eines gemeinsamen Kindes sowie deren Bruder und verletzt ihre Mutter ebenfalls schwer, fluechtet anschliessend und bringt sich selber um. Das Drama um die ehemalige Schweizer Topskifahrerin Corinne Rey-Bellet hat ja jeder mitgekriegt. Das Drama hat mich sehr traurig gemacht.

Was mich daraufhin richtig wuetend gemacht hat, sind Leute, die fuer so ein Drama Verstaendnis haben und den Mann, der den Richter spielte und alles verspielte, sogar noch in Schutz nehmen und die Schuld allem Moeglichen in die Schuhe schieben wollen. Einfach unglaublich!

Eine solche Bluttat ist absolut unverzeihlich.

Einmal mehr frage ich mich auch ob die Pflicht, eine Dienstwaffe zu Hause zu halten sinnvoll ist. Wieviele Menschen wuerden noch leben, wenn unsere eigentlich harmlosen und tapferen Wehrmaenner nicht im Affekt mal eben die Waffe zuecken wuerden? Ich kenne nun mittlerweile bereits drei Leute, die in einer depressiven, mit Alkohol verstaerkten Laune den Trigger drueckten und ihr Gehirne rauspusteten. Diese teils guten Freunde von mir wuerden noch leben. Dazu kommen all diese Familiendramen: Wuerden alle diese unschuldigen Kinder, die hilflosen Frauen noch leben, wenn ihre Maenner keine Waffe zu Hause haetten halten muessen? Haetten die Maenner extra Waffen gekauft oder Äxte oder Gift benutzt? Ich glaube kaum.

Meine Konsequenz ist die, dass ich wohl ein Gesuch auf Abgabe meiner einst heissgeliebten SIG 9mm stellen werde. Zwar habe ich nicht das Gefuehl dass ich jemals meine Waffe auf jemanden richten werde, aber ich kann damit ein (kleines) Zeichen setzen. Mein Schuetzenabzeichen gaebe ich gleich mit ab.

Mit dem Velo zur Arbeit II

Route I : Bettlach – Hauptstrasse – Biel. 12.9 km 31 Minuten ca. 430 Kcal. ergibt rund einen 25km /h Schnitt.

Route II : Biel – Buettenberg (verfahren, 25 Minuten Zeitverlust auf Feldfeg) – Safnern – Gegenwind – Meinisberg – Lengnau – Bettlach – Home. 1:46:00 Minuten inkl. geplaeuderlet mit Taemi und Roemer. Zu wenig Wasser dabei. Zu Hause mit Hunger angekommen [bis zu Vonlanthens gefahren (150 Meter unterhalb zu Hause)] Resumée 1418 kcal, rund 400 Meter Hoehenleistung in 20 Kilometern. Ergibt einen sensationellen 11 km/h Schnitt ;-)

Bettlach-Biel I.png

Die Route

Insgesamt waren das heute rund 33 Kilometer mit 2000 kcal und 2 1/4 Stunden Bewegung.
Der Speck muss weg!